Titel:

Computerdidaktik

Startseite
english
  
ISBN: 340725492X   ISBN: 340725492X   ISBN: 340725492X   ISBN: 340725492X 
 
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>|
  Wir empfehlen:       
 

 

Wer? Hier muß sich die Erwachsenendidaktik z.B. auseinandersetzen mit der Heterogenität der Teilnehmergruppen (Altersstufe, Beruf, Milieu, Lerngeschichte jedes einzelnen) und (als verbindendes Element) mit den Besonderheiten der Lernpsychologie von Erwachsenen:

  • Erwachsene benötigen mehr Zeit zum Lernen: "Erwachsene verfügen über einen reichen Schatz an Wissen und Erfahrungen. Dies hat aber auch Nachteile beim Lernen: Kommen Inhalte dazu, muß der Lerner sie erst in die richtige Schublade einordnen. Das kostet Zeit."
  • Erwachsenen fällt Auswendiglernen schwerer; "auf der anderen Seite sind Erwachsene [aber] gar nicht mehr so stark auf das Auswendiglernen angewiesen wie Kinder", denn "sie können planvoller vorgehen."
  • Umlernen bedeutet für Erwachsene mehr Aufwand, denn "Erwachsene haben aufgrund vielfältiger Erfahrungen [bereits] komplexe kognitive Strukturen aufgebaut."
  • Erwachsene sind weniger trainiert im Lernen.

Mit wem? Von Kursleiterinnen in der Erwachsenendidaktik wird neben der fachlichen Qualifikation zunehmend mehr didaktische Kompetenz gefordert. Der Trend in der Erwachsenenbildung geht momentan dahin, den Leiter weniger als Wissensvermittler und mehr als Moderator von Lern- und Gruppenprozessen zu betrachten.

Was? Aus der Lernpsychologie des erwachsenen Menschen (siehe "Wer?") ergeben sich einige Forderungen an die Gestaltung des Lernstoffes:

  • Klare Strukturierung und Portionierung des Lernstoffes
  • Veranschaulichung des Lernstoffes
  • Bezug zum Alltag herstellen

Wann? Hier stehen in der Erwachsenenbildung zwei Punkte im Vordergrund:

  • Der Zusammenhang zwischen der Seminardauer und dem Lernmenge liegt nahe: Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto mehr Stoff kann vermittelt werden.
  • Der Zusammenhang zwischen der Seminarzeit (und -dauer) und der Zielgruppe ist ebenfalls zu beachten: So bevorzugen zum Beispiel Singles Wochenendkurse, Seniorinnen meiden Abendseminare, Managerinnen besuchen selten Kurse, die länger als drei Tage dauern, Kleingärtner sind in den Wintermonaten leichter erreichbar.

Wo? Hier unterscheidet Siebert zwischen Lernorten und Lernräumen. Der Lernort kann bei innerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen der eigene Arbeitsplatz sein, es können auch eigene Seminarräume sein im lokalen (z.B. Stadtteil) Rahmen oder in weiter entfernten Tagungshotels.
Bei den Lernräumen wird empfohlen, sie möglichst variabel zu gestalten (z.B. verrückbare Tische und Stühle) und eher dezent zu halten und lieber von den Teilnehmern im Laufe eines Kurses mit selbstgemachten Wandzeitungen u.ä. zu schmücken.

Wie und womit? Siebert spricht in diesem Zusammenhang von der "Dramaturgie" eines Seminars, deren Ziel es ist, möglichst viele Lernkanäle zu aktivieren; dies wird erreicht durch dem Wechsel von Aktionsformen (z.B. Zuhören, Diskutieren, Lesen, Üben) und Sozialformen (z.B. Einzelarbeit, Kleingruppen, Plenum).

Auf einige dieser Aspekte werde ich im nächsten Kapitel im Kontext der Computerdidaktik noch einmal näher zu sprechen kommen.

 

  
Konstruktivistische Didaktik: Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool
von Kersten Reich
Siehe auch:
Unterricht aus konstruktivistischer Sicht: Die W...
Ich lerne, also bin ich: Eine systemisch-konstruk...
Pädagogischer Konstruktivismus: Lernzentrierte...
Lehrerbildung konstruktivistisch gestalten: Weg...
Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung:...
Systemisch-konstruktivistische Pädagogik
 
   
 
     
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>| 

Zurück zur Themenseite:
StudyPaper.com/Startseite/Computer/Geschichte

Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache.
   
  Startseite  |  english  |  Bookmark setzen  |  Webseite weiterempfehlen  |  Copyright ©  |  Impressum