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Computerdidaktik

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2. Didaktik .

2.1 Allgemeine Didaktik.

Obwohl die Didaktik ein wesentlicher Bestandteil der Pädagogik ist, gibt es keine einheitliche Definition dieses Begriffs, sondern vielmehr eine Menge von verschiedenen, miteinander konkurrierenden Auffassungen: "Didaktik ist ein Schlüsselbegriff der Schulpädagogik und der Erwachsenenbildung, und dennoch ist dieser Begriff vielschillernd und unscharf geblieben."

Stellvertretend für diese Vielzahl an unterschiedlichen Auslegungen von Didaktik, möchte ich zunächst drei Richtungen vorstellen, die mir geeignet scheinen, das breite Palette des Verständnisses von Didaktik aufzuzeigen:

  • Didaktik als Theorie der Bildungsinhalte beschäftigt sich mit der Struktur, Auswahl und Rechtfertigung von Bildungsinhalten.
  • Didaktik als Wissenschaft vom Unterricht beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen und der Durchführung von (Schul-) Unterricht.
  • Didaktik als Theorie der Steuerung von Lernprozessen beschäftigt sich mit der Optimierung von Lernprozessen.

Die Definition von Didaktik, die ich im folgenden verwenden werde, ist keine dieser drei, sondern bezieht sich auf Hilbert Meyer. Demnach ist Didaktik die "Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens" .

Dieses Verständnis von Didaktik geht sehr weit. Denn nach dieser Auffassung wird überall im Alltag didaktisch gehandelt, zum Beispiel wenn die Ärztin der Patientin eine Diagnose erläutert oder die Fernsehkommentatorin in wenigen Sätzen erklärt, was es mit dem "DAX" auf sich hat.

Meyer hat seine knappe Definition weiter ausgearbeitet und kommt zu der Aussage:

"Didaktik kümmert sich um die Frage,

  • wer, mit wem,
  • wann,
  • wo,
  • was,
  • wie, womit,
  • warum, wozu

lernen soll."

Anhand dieser neun Leitfragen möchte ich kurz das breite didaktische Spektrum aufzeigen, das sich durch diese Definition von Didaktik eröffnet:

  • Wer soll lernen? Habe ich es mit einem Einzelnen oder einer Gruppe zu tun? Wie homogen ist diese Gruppe? Was für Vorwissen, was für Motivationen kann ich voraussetzen?
  • Mit wem soll gelernt werden? Was für Qualifikationen muß die Lehrerin aufweisen, was für Anforderungen werden an sie gestellt, wie legitimiert sie sich?
  • Wann soll gelernt werden? Zu welcher Tageszeit? Ein Abendkurs, ein Wochenendseminar? Wieviel Zeit steht zur Verfügung? Wie lange sind einzelne Lernblöcke?
  • Wo soll gelernt werden? Im eigenen Stadtteil oder lieber weiter entfernt in einem Tagungshotel? Wie sollen die Lernräume gestaltet werden?
  • Was soll warum und wozu gelernt werden? Was ist wichtig, was ist unwichtig? Was gilt als exemplarisches Beispiel für anderes? Was ist unbedingtes Grundwissen, was ist Spezialwissen? Was möchte die Gesellschaft lehren, was die Einzelne lernen? Was ist ein guter Lehrplan? Soll der Stoff in Fächer unterteilt werden oder lieber interdisziplinär vermittelt werden?
  • Wie und womit soll gelernt werden? Welche Sitzordnung bietet sich an? Welche Medien setze ich ein, um Stoff zu vermitteln? Wie benutze ich diese Medien richtig? Welche Arbeitsformen, zum Beispiel durch ein Gespräch oder einen Vortrag?

Ich habe mich für diese sehr breite Definition entschieden, da sie mir nicht nur sehr geeignet scheint für den weiteren Verlauf der Arbeit, sondern auch umfassender ist als die anderen vorgestellten Definitionen:

Didaktik in meinem Sinne umfaßt nicht nur die Frage nach den Lernzielen (wie die Bildungstheoretische Didaktik), sondern fühlt sich auch für die Vermittlung (Methodik) zuständig.
Ebenso beschränkt sie sich nicht nur auf den Unterricht (wie die Lerntheoretische Didaktik), sondern ist auch offen für andere Lehr- und Lernformen.
Schließlich konzentriert sie sich nicht ausschließlich auf die Lernprozesse (wie die Didaktik als Theorie der Steuerung von Lernprozessen), sondern berücksichtigt auch die Kriterien der Auswahl der Bildungsinhalte.

Neben dem Formulieren dieser Leitfragen und der damit verbundenen bewußten Auseinandersetzung mit Lehrsituationen möchte die Didaktik natürlich auch Lösungen anbieten. Da aber kaum pauschale Antworten gegeben werden können, hat eine starke Differenzierung der Didaktik stattgefunden:

So gibt es zum Beispiel die Schuldidaktik, die sich mit Lehr- und Lernsituationen in der Schule beschäftigt; und weil es große Unterschiede gibt, ob man im Sportunterricht Speerwurf beibringen möchte, im Chemieunterricht Experimente vorführt oder im Deutschunterricht mit seiner Klasse Gedichte interpretiert, haben sich dort wiederum Fachdidaktiken für die einzelnen Fächer gebildet.
Es gibt viele weitere spezielle Didaktiken, so zum Beispiel für den Umgang mit lernbehinderten Schülerinnen ebenso wie für die Leiterin von Jugendgruppen, spezielle Didaktiken unterstützen Pfarrerinnen bei der Gestaltung ihrer Predigten, ebenso wie Autoren beim Schreiben von Schulbüchern.

All diese Didaktiken orientieren sich an dem vorgestellten Muster der allgemeinen Didaktik, berücksichtigen dabei aber ihren jeweiligen speziellen Kontext und liefern dafür gezielte Lösungen. Im folgenden möchte ich eine dieser speziellen Didaktiken hervorheben, die Didaktik der Erwachsenenbildung.

 

  
Steuerlehre 2 (Broschiert)
von Martin C. Bornhofen
Siehe auch:
Lösungen zum Lehrbuch Steuerlehre 2 Rechtslage 2006. Mit zusätzlichen Aufgaben und Lösungen
von Manfred Bornhofen
Steuerlehre 1, Rechtslage 2007, Lehrbuch
von Manfred Bornhofen
Lösungen zum Lehrbuch Steuerlehre 1, Rechtslage 2007
von Manfred Bornhofen
Wichtige Steuergesetze. Mit Durchführungsverordnungen
von NWB Redaktion
 
    
     
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