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Computerdidaktik

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6. Inhalte: Muster statt Details

Meier empfiehlt bezüglich der Auswahl und Aufbereitung: "Lieber weniger Lernstoff, dafür aber gut aufbereiten".

Ich möchte dieser Empfehlung eine zweite hinzufügen, die ich gerade im Zusammenhang mit Anfängerkursen für sehr wichtig halte: Versuchen, von den Details zu abstrahieren und lieber die dahintersteckende "Logik" offenlegen.

Natürlich ist für die erfolgreiche und befriedigende Arbeit am Rechner unerläßlich, daß man ihn bedienen kann. Das verführt dazu, die Lehrstrategie zugunsten leicht sichtbarer, oberflächlicher Erfolgserlebnisse zu strukturieren: "Der Computer lenkt [...] die Aufmerksamkeit [...] auf die Frage der Bedienung des Geräts, die Eigenaktivität beschränkt sich mehr oder weniger auf das Drücken von Tasten (nach Vorgabe)". Meier spricht in diesem Zusammenhang von "Drucktastendidaktik": "Der Dozent steht vorn und schreibt Befehl für Befehl an die Tafel [...]. Die Teilnehmer geben die Befehle ein". Zudem sind die Lerneinheiten "oft so klein, daß der Zusammenhang leicht verloren geht".

Ziel von Computerunterricht sollte meiner Meinung nach sein, zu vermitteln, daß die Benutzungsoberfläche eines Programms lediglich die Fassade einer dahintersteckenden tieferen Logik ist, die es (mit Hilfe der Benutzungsoberfläche) zu verstehen gilt. Ich bin mir nicht sicher, wie man dieses Verständnis am besten vermitteln kann, zudem der wichtigste Faktor dafür ausgiebiges, spielerisches Probieren und ein gewisses Maß an Erfahrung zu sein scheint.

7. Geheimer Lehrplan: Ergonomie

Laut Meier ist Ergonomie der Versuch, "die Arbeitsumgebung dem Menschen anzupassen, ihn vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen". Gerade bei Computerarbeitsplätzen gibt es eine ganze Reihe von Punkten, auf die man achten muß, zum Beispiel auf:

  • Lichtverhältnisse. Der Helligkeitsunterschied zwischen Monitor und Raum darf z.B. nicht zu groß sein, die Raumbeleuchtung darf sich nicht im Monitor spiegeln.
  • Strahlungsarmer Monitor. Der Abstand zwischen den Augen und dem Monitor sollte je nach Größe des Monitors mindestens 30cm betragen.
  • Höhenverstellbarer Tisch.
  • Stuhl, denn bei längerem Sitzen vor dem Rechner können bei ungesunder Sitzhaltung Rückenschmerzen auftreten.
  • Die Tastatur muß sich z.B. in der richtigen Höhe befinden, so daß die Handgelenke beim Tippen nicht abgeknickt werden.

Meiner Meinung nach ist es nicht unbedingt nötig, diesen - durchaus wichtigen Aspekt der Computerarbeit - in allen Computerkursen explizit in Form von Lerneinheiten zu thematisieren.
Statt dessen schlage ich vor, zum einen die Rechnerarbeitsplätze ergonomisch vorbildlich zu gestalten, zum anderen kann der Kursleiter die Teilnehmer beiläufig z.B. auf Haltungsfehler, zu kurzen Abstand vom Monitor aufmerksam machen. Desweiteren könnte man verschiedene Stühle (darunter zum Beispiel auch Sitzbälle) und verschiedene Tastaturen anbieten, so daß die Teilnehmer während des Seminars zwanglos verschiedene Möglichkeiten ausprobieren können.

Weitere Aspekte des "heimlichen Lernplans", zum Beispiel zum Einfluß der Lernumgebung, des Habitus des Lehrenden, und Stimmungen, finden sich bei Siebert.

 

  
Modern German Grammar Workbook (Modern Grammar Workbooks)
von Heidi Zojer,
Ruth Whittle,
John Klapper,
William Dodd,
Christine Eckhard-Black
Sonstige Artikel:
Strafprozessordnung: Gerichtsverfassungsgesetz, Nebengesetze und ergänzende Bestimmungen. Rechtsstand:1. Mai 2010
BWL-Klausuren: Aufgaben und Lösungen für Studienanfänger
Freu Dich des Lebens: Die Kunst, beliebt, erfolgreich und glücklich zu werden
 
   
 
     
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